In seiner Haltung bestärkt wurde der Vorstand von den beiden ehemaligen
Umweltministern des Landes, Dr. Erwin Vetter und Stefan Mappus, die beide am
gleichen Abend bei einer Veranstaltung in Ettlingen neue Kohlekraftwerke in
Baden-Württemberg ablehnten. Mappus erneuerte dabei seine Position, dass
"mit der Investition in Kohlekraftwerke die CO2 Ziele nie zu erreichen
sind".
Ausdrücklich begrüßt wurde die Ankündigung Oehlers, ein Gutachten
zur Energieversorgung Ettlingens in den nächsten zwei Jahrzehnten anfertigen
zu lassen. "Nur in einem gesunden Mix aus regenerativen Energien und
vorhandenen Kraftwerken lässt sich die Aufgabe der Energieversorgung
Ettlingens sinnvoll lösen" ist sich Michael Zacherle, Pressesprecher der
CDU, sicher. Für eine Übergangszeit wäre aber der weitere Einsatz von
Kernkraftwerken notwendig, um die Nutzung erneuerbarer Energien deutlich
auszuweiten. Einen entsprechenden Vorstoß unseres Ministerpräsidenten,
regenerative Energien bis zur Marktreife zu bringen und bis dahin die
Laufzeiten unserer sicheren Kernkraftwerke zu verlängern, unterstützt man in
den Reihen der Ettlinger CDU.
Von Befürwortern des Projektes wurden
die Versorgungssicherheit und der Strompreis ins Feld geführt. Da die
Stadtwerke ohnehin eine Konferenz zur Überprüfung der Wirtschaftlichkeit des
Kohlekraftwerkes durchführen wollen, wird die CDU im Interesse der Bürger an
niedrigen Strompreisen die Ergebnisse dieser Tagung abwarten, bevor man zu
einer abschließenden Beurteilung der Beteiligung am Brunsbütteler
Kohlekraftwerk kommt.