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CDU hat Bedenken gegen eine Beteiligung an Kohlekraftwerk

geschrieben von Administrator Donnerstag, 10 April 2008 13:46
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Kritisch gegenüber einer möglichen Beteiligung der Stadtwerke Ettlingen am geplanten Kohlekraftwerk der Südweststrom in Brunsbüttel äußerte sich die CDU Ettlingen im Anschluß an eine gemeinsame Sitzung des Vorstandes mit der Gemeinderatsfraktion. Eberhard Oehler, der Geschäftsführer der Stadtwerke, informierte das Gremium zuvor über die Eckpunkte der geplanten Investition. "Passt die Investition in ein Kohlekraftwerk zum umweltfreundlichen Image der Stadtwerke?" wurden die Zweifel der Teilnehmenden vom Vorsitzenden des CDU-Stadtverbandes, Prof. Ditzinger, zusammengefasst.
In seiner Haltung bestärkt wurde der Vorstand von den beiden ehemaligen Umweltministern des Landes, Dr. Erwin Vetter und Stefan Mappus, die beide am gleichen Abend bei einer Veranstaltung in Ettlingen neue Kohlekraftwerke in Baden-Württemberg ablehnten. Mappus erneuerte dabei seine Position, dass "mit der Investition in Kohlekraftwerke die CO2 Ziele nie zu erreichen sind".

Ausdrücklich begrüßt wurde die Ankündigung Oehlers, ein Gutachten zur Energieversorgung Ettlingens in den nächsten zwei Jahrzehnten anfertigen zu lassen. "Nur in einem gesunden Mix aus regenerativen Energien und vorhandenen Kraftwerken lässt sich die Aufgabe der Energieversorgung Ettlingens sinnvoll lösen" ist sich Michael Zacherle, Pressesprecher der CDU, sicher. Für eine Übergangszeit wäre aber der weitere Einsatz von Kernkraftwerken notwendig, um die Nutzung erneuerbarer Energien deutlich auszuweiten. Einen entsprechenden Vorstoß unseres Ministerpräsidenten, regenerative Energien bis zur Marktreife zu bringen und bis dahin die Laufzeiten unserer sicheren Kernkraftwerke zu verlängern, unterstützt man in den Reihen der Ettlinger CDU.

Von Befürwortern des Projektes wurden die Versorgungssicherheit und der Strompreis ins Feld geführt. Da die Stadtwerke ohnehin eine Konferenz zur Überprüfung der Wirtschaftlichkeit des Kohlekraftwerkes durchführen wollen, wird die CDU im Interesse der Bürger an niedrigen Strompreisen die Ergebnisse dieser Tagung abwarten, bevor man zu einer abschließenden Beurteilung der Beteiligung am Brunsbütteler Kohlekraftwerk kommt.
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