CDU Ettlingen

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Neujahrsempfang der CDU Ettlingen 2012

geschrieben von Ashley Kühn Dienstag, 17 Januar 2012 23:02
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Dr. Herbert Wagner während der Festansprache Dr. Herbert Wagner während der Festansprache Am vergangenen Samstag den 14.01.2012 fand der traditionelle Neujahrsempfang der CDU Ettlingen statt.

Rund einhundertfünfzig Parteifreunde fanden sich gegen 11.00 Uhr morgens im Herz- Jesu- Gemeindezentrum Ettlingen ein.
Neben unserem Oberbürgermeister Johannes Arnold und Werner Raab MdL besuchten auch weitere Persönlichkeiten wie Erwin Vetter oder der ehemalige Oberbürgermeister Josef Offele die Veranstaltung.
 
Die Festansprache wurde von Dr. Herbert Wagner gehalten, der uns von der „friedlichen Revolution zum Wiederaufbau Dresdens“ berichtete, die er persönlich erlebt und beeinflusst hat.
Die so genannte Friedliche Revolution fand in der Zeit des Mauerfalls in Berlin statt.
Dr. Wagner selbst trat im November 1989 in die Gruppe der 20 ein, die aus etwa 20 Dresdner Bürgern bestand, die während der Demonstration am 8. Oktober 1989 ernannt und beauftragt wurden mit dem damaligen Oberbürgermeister von Dresden zu verhandeln.
Dr. Wagner war nicht von Anfang an dabei, sondern nahm den Platz von Frank Richter ein.
Dresden war damals unter Führung der SED, der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (Zwangsfusion aus KPD und SPD, kommunistisch).
Zu dieser Zeit fanden die bekannten Montagsdemonstrationen statt, wie auch am 8. Oktober 1989.
Die Gruppe der 20 , die während der Demonstration auserwählt wurde, trug am darauf folgenden Tag ihre Forderungen im Rathaus vor und berichteten anschließend in den großen Kirchen der Stadt über das Ergebnis.
Die Lage war sehr prekär und musste vorsichtig behandelt werden. Doch die Behörden genehmigten schrittweise folgende Forderungen:
Reisefreiheit, Pressefreiheit, Einführung eines Zivildienstes, Legalisierung des Neuen Forums, Wahlfreiheit, Recht auf friedliche Demonstration, Freilassung der politischen Gefangenen.
Allein der Wortlaut „politische Gefangene“ war schon Grund genug für die vielen Revolutionäre in den Kirchen zu jubeln.
Im Zuge der weiteren Demonstrationen, der Anzeige der Volkspolizei auf Aktenvernichtung und taktisches ran tasten an die Verfassungen und politischen Mächte, erhöhte sich der Druck auf die Gruppe der 20 Konstant, die immerhin für alles geradestanden.
Auch nach dem Fall der Mauer in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1989 war noch nicht alles vorbei. Man befürchtete, den Wiederaufbau der Mauer, oder anhaltende Kontrollen an den Grenzen.
Erst mit der „wohl wichtigsten Rede“ Helmut Kohls, der zu Besuch in Dresden war, wurde der Durchbruch geschafft. Kohl begann mit „Meine sehr verehrten Damen und Herren, meine lieben jungen Freunde, liebe Landsleute! [...]“ und verkündete damit die Einheit der Deutschen.
Man dachte in der DDR damals, dass die „Wessis“ gar nichts mit ihnen zu tun haben wollten und der Kapitalismus das Schlimmste auf der Welt wäre.
Dass der Bundeskanzler der West- Deutschen selbst so etwas sagt, sprenge jede Vorstellung.
Dr. Herbert Wagner schaffte es mit persönlichen Erfahrungen von der Revolution zu berichten, wie es kein Dokumentarfilm könnte. Er schaffte es so zu erzählen, dass jeder sich hineinversetzen konnte und schilderte, wie man eine Revolution im Spagat zwischen Angst vor den Folgen für die Familie und Gerechtigkeitssinn schafft.
Er trat 1990 der CDU bei und wurde zum Oberbürgermeister von Dresden gewählt und blieb dies bis 2001.
Wir wünschen allen ein erfolgreiches und gesundes Jahr 2012!
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