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Kultusminister Rau in Ettlingen

geschrieben von Administrator Mittwoch, 10 Dezember 2008 19:12
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Gespräche in der Mühle

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Weit über 100 Zuhörer konnten die Organisatoren der Gespräche in der Mühle Dr. Manfred Hofmann (Vorsitzender der MIT Karlsruhe Land), Stadtverbands-vorsitzender der CDU Ettlingen Prof. Dr. Albrecht Ditzinger und Werner Raab MdL zum Vortrag von Kultusminister Helmut Rau in der Buhl’schen Mühle begrüßen.

„Bildungschancen sind Lebenschancen“, betonte der Ettlinger Landtags-abgeordnete Werner Raab in seiner Begrüßungsrede. Die CDU-Fraktion im Landtag habe zusammen mit der Landesregierung eine Bildungsoffensive beschlossen, 530 Mio. Euro sollen ungekürzt in den Bildungsbereich fließen.
 
Dies betonte auch Kultusminister Helmut Rau, der in seinem Vortrag zum „Wirtschaftsfaktor Bildung“ die baden-württembergische dreigliedrige Schulstruktur als bewährt verteidigte und darauf hinwies, dass nirgendwo sonst die Durchlässigkeit der Schulzüge und die Chancen für die Schüler besser seien, als im Ländle. 50 Prozent eines Jahrgangs erreichten die Studienberechtigung, davon allein 25 Prozent über fachgebundene Berufsoberschulen. Weltweit vorbildlich sei das duale System der beruflichen Bildung, das immer wieder von Fachleuten aus dem Ausland mit Interesse studiert werde. Vor drei Jahren sind die Kindergärten in die Zuständigkeit des Kultusministeriums gelegt worden. Dies war ein richtiger Schritt, so Rau, denn die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes beginne heute schon im Kindergarten. 20 Mio. Euro wurde in die Erzieherinnenfortbildung investiert und die Aktion „schulreifes Kind“ solle zu mehr Chancengleichheit in der Schule führen.

„Die junge Generation muss ihre Talente verwirklichen können“, betonte Rau, „und wir müssen Ihnen diese Möglichkeit verschaffen.“

 

Als Maßnahmen der anstehenden Bildungsreform nannte Rau die Absenkung des Klassenteilers, mehr Selbständigkeit für die Schulen, die ab dem kommenden Jahr 20 Prozent mehr Stunden für ihr Management zur Verfügung bekommen. Weitere Säulen der Bildungsreform sind eine langfristige, intelligente Personalentwicklung sowie die Weiterentwicklung der Haupt- zur Werkrealschule. Auch bei der Netzwerkbildung sollen die Schulen künftig unterstützt werden.

In Bezug auf die Einrichtung von Werkrealschulen, die mindestens zweizügig sein sollen, und die Beantragung von Ganztagsschulen, seien die Gemeinden als Schulträger gefragt, auf die individuellen Bedürfnisse ihrer Kommune einzugehen.

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vlnr.: Prof. Albrecht Ditzinger, Helmut Rau, Werner Raab, Dr. Manfred Hofmann

 

 

In der anschließenden Diskussion, die Prof. Dr. Ditzinger leitete, wurde der Minister u.a. auf die Einrichtung von Ganztagsschulen angesprochen. Derzeit könne er sich nicht vorstellen, dass die Ganztagesschule als Standard-Schule ins Schulgesetz aufgenommen werde, dies sei auch eine Kostenfrage, so Rau. Die Werkrealschule hingegen - als Schultyp - solle im nächsten Jahr im Schulgesetz verankert werden.

Abschließend wies Rau auf die zunehmende Wichtigkeit des lebenslangen Lernens hin. Eine einzige Ausbildung reiche heute nicht mehr aus.
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