Zu den Fakten: Fakt ist, dass wir sicherlich eine historische Verantwortung für das Schloss haben: wir müssen es für unsere Nachkommen erhalten. Fakt ist ausweislich des Architektengutachtens auch, dass Reparaturen in bedeutender Höhe bevorstehen. Daran gibt es nichts zu deuteln. Wenn wir nun jeweils reparieren, wo ein Schaden entsteht, müssen wir alles aus eigener Tasche bezahlen. Wir entlassen das Land freiwillig aus seiner Verantwortung für unser Schloss, die für alle anderen Schlösser selbstverständlich ist. Wenn wir allerdings eine Sanierung durchführen, dann beteiligt sich das Land an diesen Kosten.
Eigentlich eine klare Sache, wenn da nicht der wenig seriöse Umgang unserer OB mit dem Thema Schloss wäre. 10 Millionen, 17 Millionen, 20 Millionen Kosten, alles innerhalb eines Jahres und neuerdings 12 Millionen angeblich versprochene Fördergelder. Wer soll das noch glauben? Wir jedenfalls nicht. Daher unsere klare Entscheidung: Wir wollen das Land nicht freiwillig aus der Verantwortung für unser Schloss entlassen, aber wir wollen ganz genau wissen, welchen Betrag das Land beisteuert, und wie unsere eigenen Finanzen aussehen, damit wir eine seriöse Basis für eine Entscheidung haben: fahren wir besser mit reparieren oder mit sanieren? Vorher werden wir kein Geld für eine Sanierung bewilligen.
Konsequenterweise haben wir zugestimmt, einen Antrag auf Förderung an das Land zu stellen und eine kostenträchtige Architektenbeauftragung zum gegenwärtigen Zeitpunkt abgelehnt. Jetzt ist die OB am Zug.
Albrecht Ditzinger