Hervorragende Experten beschrieben anhand der aktuellen Forschungsergebnisse in Hirnforschung und Pädagogik, welche Weichen schon in der frühkindlichen Entwicklung gestellt werden müssen, und welche Rahmenbedingungen in den Kindergärten und Schulen geschaffen werden müssen, um junge Menschen ihren Talenten und Fähigkeiten entsprechend individuell zu fördern. Lernen in Lernzirkeln, jahrgangsübgreifende Lerngruppen, szenisches Lernen und Gestaltung des Schulalltages im Biorhythmus- schwer zu verwirklichen in standardisierten Klassenräumen mit 34 Tischen und Stühlen und normierten Einheiten von 45 Minuten. Lernen beginnt nicht in der Schule und hört nicht mit dem Schulabschluss auf – ein sich ständig veränderndes gesellschaftliches Umfeld und die sich wandelnde Arbeitswelt erfordern ständige Weiterbildung und lebensbegleitendes Lernen. Dazu bedarf es eines funktionierenden Netzwerks städtischer Weiterbildungseinrichtungen und freier Bildungsträger, die ihre Angebote bedarfsgerecht anpassen und Konzepte erarbeiten müssen, um neue, insb. auch sog. bildungsferne Gruppen zu erreichen. Unabdingbar ist eine stärkere Vernetzung mit den schulischen Bildungsangeboten.
Dank an die Organisatoren und Mitwirkenden des 1. Ettlinger Bildungsforums! Es hat viele Visionen eröffnet. Es bleibt zu hoffen, dass die Ergebnisse nicht in Aktenordner abgeheftet werden, sondern Motor für eine konsequente Weiterentwicklung der Ettlinger Bildungslandschaft werden.
Für Fraktion und OV Ettlingen-Kernstadt
Ulrike Kayser, stellvertretende Vorsitzende OV